Mit Rennyachten den Ozean erforschen

Rennyachten segeln in abgelegenen Gebieten der Weltmeere, in denen andere Boote selten zu sehen sind. Dieses Potenzial will die Wissenschaft für sich nutzen. Mehrere Hochseeyachten wurden bereits mit Sensoren ausgestattet, die nun auf den Regattastrecken rund um die Welt Daten für die Forschung sammeln. In der Weihnachtsvorlesung der Kinder- und Schüleruni 2018/2019 berichteten der Meereswissenschaftler Dr. Toste Tanhua sowie der Profisegler Boris Herrmann von der neuartigen Kooperation zwischen Extrem-Segelsport und Meeresforschung. Schaut selbst, wie Boris die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit seinem Boot Malizia unterstützt. Und wenn Ihr noch mehr über die Kinder- und Schüleruni Kiel erfahren wollt, dann klickt hier.

Über die Vortragenden

Toste Tanhua hat an der Universität Göteborg Analytische Chemie studiert und dort 1997 in der Meereschemie promoviert. Seit 2002 arbeitet er als Meereswissenschaftler im Forschungsbereich Marine Biogeochemie am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.
Boris Herrmann ist ein deutscher Profisegler. Mit der Rennyacht Malizia will er in diesem Jahr als erster Deutscher überhaupt bei der Ein-Mann-Regatta Vendée Globe starten. Auf diesem Segelrennen rund um den Globus sammelt er mit der Malizia außerdem Daten zur Erforschung des Klimawandels. Auch während der Transatlantik-Fahrt mit Greta Thunberg haben die Sensoren wichtige Klimadaten gesammelt, die zum Wissen über den Ozean und das globale Klimasystem beitragen. Weitere Infos dazu findet Ihr hier.